Conference Agenda

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Session Overview
Session
D 8: Social Media Research - Potenziale und Grenzen für die Marktforschung
Time:
Friday, 20/Mar/2015:
10:15 - 11:15

Session Chair: Claas Lübbert, marktforschung.de
Location: Room 158
Fachhochschule Köln/ Cologne University of Applied Sciences
Claudiusstr. 1, 50678 Cologne

Redner:

  • Oliver Tabino (Geschäftsführer, linkfluence Deutschland)
  • Sabine Haas (Geschäftsführerin result) und Johannes Mirus (Teamleitung Forschung & Beratung)
  • Hans-Werner Klein (CIO Twenty54 Labs)


Presentations

#socialmedia_lovers vs.#socialmedia_haters

Oliver Tabino

linkfluence Germany & Q Agentur für Forschung, Germany

Was die “Hater” sagen:

Auf einer Fachtagung zum Thema Social Media Forschung fasst der Moderator den Tag so zusammen: Ich bin froh, dass wir heute feststellen konnten, Social Media ist doch nur eine Ergänzung zu den konventionellen Methoden.

Oder Skeptiker entgegen immer wieder Folgendes:

Social Media ist nicht repräsentativ. - In den sozialen Medien wird nur gemotzt, die negativen Kommentare überwiegen. - Bei Twitter erhält man keine Insights, sondern eher Spam. – Kommt da überhaupt etwas dabei raus?

Was die „Lovers“ sagen:

Auf einer Marketing-Konferenz erzählt ein Head of Digital Marketing darüber, wie wichtig Echtzeit-Informationen für ihn sind, um Real Time Marketing Aktionen zeitnah zu evaluieren.

Social Media Forschung ist zwar nicht repräsentativ, aber das ist auch nicht der Anspruch. – Wer die digitalen Medien und die daraus gewonnen Daten außer Acht lässt, handelt verantwortungslos und hat offensichtlich die Zeichen der Zeit nicht erkannt. – Die Kritiker haben meist noch nie ein Social Media Projekt gemacht, wie kann man eine Methode dann schlecht reden?

Wir sind im verflixten 7 Jahr der Social Media Forschung. Zeit um mit Mythen, Legenden, Wunschdenken und Glaubenssätzen aufzuräumen.

Social Media Research – ein überschätzte Methode?

Johannes Mirus, Sabine Haas

result gmbh, Germany

Forschung ÜBER Social Media gibt es wie Sand am Meer. Wahrscheinlich hat schon jedes Institut das eine oder andere Mal eine Studie durchgeführt, in der Inhalte, Verhaltensweisen, Reaktionen, Interaktionen etc. von Social-Media-Kanälen untersucht wurden. Soziale Medien sind auch an wissenschaftlichen Einrichtungen ein beliebtes Themengebiet für Forschungen.

Fragt man im Kollegenkreis jedoch nach Forschung, die MITTELS Social Media durchgeführt werden, blickt man in stumme Gesichter. Soziale Medien eignen sich per se nicht für repräsentative Studien, die über die Nutzer dieser Medien hinausgehen. Quantitative Untersuchungen scheiden fast komplett aus. Qualitative Erhebungen sind in einem begrenzten Umfang denkbar, jedoch stellt sich auch hier die Frage zwischen Aufwand und methodischem Sinn.

Unstrittig bleibt Social Media als Möglichkeit zur Rekrutierung von potenziellen Befragten, wobei auch hier die Frage nach Aufwand und Repräsentativität nicht außer Acht gelassen werden darf. Auch für Sekundäranalysen, Marktbeobachtungen und Experimente kann Social Media ein interessantes Feld sein.

In einem 15-minütigen Vortrag möchten Sabine Haas, Gründerin und Geschäftsführerin result gmbh, und Johannes Mirus, Teamleitung Forschung & Beratung, Vor- und Nachteile von Social Media Research aufzeigen und Perspektiven darstellen.
Mirus-Social Media Research – ein überschätzte Methode-250.pdf

Kunden zu zu hören ist unser Geschäft!

Hans-Werner Klein

Twenty54Labs, Germany

Das Web ist voll von „nutzergeneriertem Content“ - ein großer Teil davon ist „Social Media“. Aber wer kann wirklich diesen wertvollen „Rohstoff Content“ aufbereiten und zu wertvollen Informationen veredeln?

Holen wir uns diese Aufgabe in unseren Beritt! Nutzen wir unsere Expertise und die vorhandenen Werkzeuge.

Qualitative wie quantitative Marktforschung ist im gesamten Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen der größte Kanal zum Kunden. Gewesen.

Die vorletzte „Grosse Welle“ hat gar den Kunden als Controller im Bereich „Total Quality Management“ eingesetzt. Aber nur wenn er gefragt wurde.

Nun ist es laut geworden im Controlling: Kunden sind inzwischen gewohnt, zu Wort zu kommen. Ungefragt. Sie haben das Gefühl, gesehen und gehört zu werden. Nicht nur von Herstellern, sondern auch von anderen Kunden.

Die anderen Kunden und man selbst können als „Berater“ fungieren - verteilen fünf Sterne oder schreiben Produkte kaputt.

Auf Handelsplattformen wie Amazon, Bewertungsportalen wie Ciao, oder als „Stream of opinion“ in Twitter und Co. liegen Kundenmeinungen vor. In produktspezifischen Foren werden Erfahrungen ausgetauscht; Nutzer helfen Nutzern. Auf Facebook betreiben viele Unternehmen selbst eine Art Kundenportal.

War’s das dann für die Marktforscher? Ersetzen diese Kundenmeinungen in Echtzeit die Analyse der Kundenloyalität? Meiner Meinung nach nicht. Aber sie ergänzen unsere Analysen mit einer Unzahl an unstrukturierten Texten aus Nutzersicht. Liefern so wertvolle Inhalte.

Die Werkzeuge gibt es, um diese unstrukturierte Texte zu analysieren, und damit unsere Erfahrungen und Kenntnisse als Marktforscher zeitnah nutzen. Die neuesten Tools sind sehr einfach zu bedienen, setzen keinerlei „Anlernen“ des Tools voraus und funktionieren Sprachen übergreifend.

Also ran! Wer könnte besser als wir Marktforscher Informationen strukturieren, bündeln, bewerten, in einen Kontext stellen? Und vielleicht nebenbei eine 5-Sterne Mafia entlarven - und gekaufte Facebook Freunde des Wettbewerbs überführen.

Dies ist ein Aufruf, Kundenmeinungen auszuwerten, auch wenn wir sie diese nicht selbst gefragt haben.


 
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